Am 21. 11. 1989 fand ein Gespräch zwischen dem Sprecherrat des NEUEN FORUM und dem Rostocker Oberbürgermeister statt. Im Buch “Der Norden wacht auf” von Lothar Probst steht für den 20.11.1989 der folgende Eintrag: “Im “Demokrat” fordert das NEUE FORUM Rostock Foren mit Verantwortlichen vom Ministerium für Staatssicherheit, von der Nationalen Volksarmee und vom Ministerium des Inneren in Rostock”.
In meinen Aufzeichnungen fand ich eine Art Kurzprotokoll vom Gespräch des NF mit dem OB:
“21.11.89 / 19 Uhr / Rathaus
Rat der Stadt: OB Schleif, Dr. Bölkow (Stellvertreter), Hahmann (Stadteile), Volker Jans (Sprecher des Rates der Stadt)
NEUES FORUM: Kay Trottnow, Conny Kühn , Harald Terpe, Frau Luciga, Johann-Georg Jaeger
OB: Anerkennung des NF Rostock?
Antwort Harald Terpe: überregionale Anerkennung – Berlin/DDR
OB: Wer gehört zum Sprecherrat?
Wir: Aprechpartner: Harlad, Ohff, Dietlind (da Telefon)
OB: Ansprechpartner: Bölkow / freute sich über die Teilnahme an der Stadtverordnetenversammlung / Gruppenmitarbeit
Conny: Frage nach der Aufteilung der Themen (Trinkwasser/Abwasser) / Gruppe zum Alkoholproblem fehlt
JG: Regenerative Energiequellen
OB: Frage nach der Strukutr in der Stadt / Anzahl der Basigruppen
weitere Punkte:
- Artikel 1 muss klar geändert werden
- Staatssicherheit 1. Kontrollkommission 2. neues Gebäude (wesentlich kleiner)
- Zeitung OZ – ihr Artikel – keine Gegendarstellung
- 2.12.89: Haus der Gewerkschaften, Karl-Marx-Platz, Hafenplatz
- Kreisdelegiertenkoferenz
- Vorschlag bis morgen Abend an Bölow
- Presseamt bei Vorsitzendes beim Ministerat
- Haus der Armee
- Leiter der Außenstellen des Rates der Stadt will Räume zur Verfügung stellen
- DFD Kreisvorstand / FDJ-Bezirksleitung / FDGB-Kreis”
Erläuterung:
Für den 2. 12. 1989 wurde eine Demonstration des NEUEN FORUM und anderer Gruppen unter dem Motto “Rostock, bleibt wachsam organisiert!”. In dem Treffen beim OB wurde nach meiner Erinnerung ein Ort für eine Kundgebung gesucht.
In der Stadtverorndetenversammlung am 6.11. hatte das NF das Haus der Armee (Ständehaus) als Arbeiträume für das NF gefordert. Auch darüber bzw. Alternativen wurde mit dem OB geredet.
Am späten Abend des 21. 11. traf sichd ann der fast vollständige Sprecherrat bei Harald Terpe. Für die Demo “Rostocker, bleibt wach!” am 2. 12. wurde die NF Kundgebung für 14 Uhr auf dem Platz vor dem Haus der Gewerkschaften (Beginn der Langen Straße) festgelegt. Es sollte eine Erklärung der Solidarität mit den Völkern Rumäniens und der CSR durch Christoph Kleemann geschrieben werden.
Harald Terpe hatte mit Schorlemmer telefoniert und die Menschenkette am 3.12. durch die DDR besprochen. Die Strecke von Rostock bis Laage wollten wir füllen und Busse und den Autoverkehr organisieren.